Presseberichte

Anstrengungen bei Kinderbetreuung verstärken:

Eltern brauchen feste Zusagen
FDP-Fraktion mahnt zur tatsächlichen Einhaltung des Rechtsanspruchs


Reutlingen. Nach Auffassung der FDP-Gemeinderatsfraktion müssen die Anstrengungen für einen bedarfsgerechte Kinderbetreuung in Reutlingen verstärkt werden. Beim Liberalen Stammtisch mahnte Dr. Knut Hochleitner die Einhaltung des Rechtsanspruchs an. „Aber nicht nur auf dem Papier, sondern so, dass die angebotenen Plätze auch tatsächlich den Bedürfnissen der Eltern entsprechen“, betonte der FDP-Stadtrat. Fraktionsvorsitzender Hagen Kluck hält feste Zusagen für unbedingt erforderlich. „Die Eltern müssen wissen, ob es im nächsten Jahr dann auch wirklich klappt“.

Laut Stadtrat Kluck rächt sich jetzt, dass die Mehrheit des Gemeinderates und die Stadtverwaltung freie Träger bisher eher ausgebremst statt gefördert haben. Stadträtin Regine Vohrer  wies darauf hin, dass die Stadt Reutlingen die meisten Kinderbetreuungseinrichtungen selber betreibt. In den üblicherweise zum Vergleich herangezogenen Städten Esslingen, Heilbronn, Ludwigsburg, Pforzheim und Ulm würden dagegen die Einrichtungen in freier Trägerschaft deutlich überwiegen. Hier müsse Reutlingen möglichst rasch nachziehen.

 

Stadtverbandsvorsitzender Jürgen Robert Klein erneuerte den Vorschlag der FDP, für die Kinderbetreuung in städtischer Regie einen Eigenbetrieb zu bilden oder die Einrichtungen  in eine gemeinnützige Gesellschaft auszugliedern. In einem Eigenbetrieb analog zu den Technischen Betriebsdiensten und der Stadtentwässerung oder in einer gGmbH analog zur Reutlinger Altenheim-Gesellschaft  könne der gesamte Bereich übersichtlicher gesteuert werden. Das untermauerte auch Fraktionsvorsitzender Kluck: Die Kinderbetreuung nehme mittlerweile im städtischen Haushalt eine nahezu dominierende Rolle ein. Von für 2017 geplanten neuen Stellen entfalle ein Drittel auf die Kinderbetreuung.

Besonders wichtig sind den Liberalen feste Zusagen für die Aufnahme ihrer Kinder in eine Betreuungseinrichtung. Davon hänge sehr häufig auch die Planung des Wiedereinstiegs in den Beruf ab. Wenn ein Kindergartenplatz für September 2018 zugesagt sei, müsse er auch eingehalten werden. Es helfe auch wenig, wenn man für Kinder in Ohmenhausen Plätze in Mittelstadt anbiete. Bei Geschwisterkindern sei eine Aufnahme in die von den „Großen“ besuchte Einrichtung unabdingbar.