Carl-Gustav Kalbfell

Am 3. Februar 2019 wählen die Bürgerinnen und Bürger von Reutlingen ein neues Stadtoberhaupt. Offenbar traut man mir das Oberbürgermeisteramt zu. Es wäre ein Traum, auf diese Weise die weitere Entwicklung meiner Heimatstadt mitgestalten zu dürfen! Nachdem ich verschiedentlich zur Kandidatur ermuntert worden bin, habe ich in den letzten Wochen sorgfältig ausgelotet, ob die erforderlichen Spielräume und Voraussetzungen für eine solide Bewerbung gegeben wären – politisch, organisatorisch, personell, finanziell. So etwas will schließlich gut durchdacht sein!

 

Während der vergangenen Wochen reifte dann der Entschluss, meinen Hut in den Reutlinger Ring zu werfen. Meine Familie unterstützt diesen Entschluss, allen voran meine Ehefrau. Mit ihr und unserer kleinen Tochter wohne ich in Leinfelden-Echterdingen, wo ich seit 2015 als Bürgermeister der Großen Kreisstadt das Dezernat 2 leite, dem mehrere Ämter (Schulen, Jugend, Vereine, Kultur, Soziale Dienste, Bürger und Ordnung) sowie die Volkshochschule und das Deutsche Spielkartenmuseum angehören. (Näheres zu meinen bisherigen beruflichen Stationen lesen Sie unter www.kalbfell.net.) Mit dem größten Vergnügen würden wir drei im Falle meiner Wahl nach Reutlingen zurückziehen, wo wir auch jetzt einen Großteil unserer Freizeit verbringen, mit Freunden oder im Familienkreis!

 

Welche Erfolgschancen ich bei der bevorstehenden Wahl habe, müssen andere bewerten. Zu den Favoriten zähle ich gewiss nicht, ich hoffe jedoch, den Reutlingerinnen und Reutlingern durchaus etwas bieten zu können. Angesichts der bisherigen Aspiranten – Frau Holmberg, Herr Dr. Schneider und Herr Keck – wäre ich im Quartett der Jüngste. Mit jahrzehntelanger Verwaltungspraxis und Gremienerfahrung kann ich noch nicht dienen – dafür bin ich mit meinen 41 Jahren jung genug, um eine längerfristige Perspektive bieten zu können. Kontinuität. (Den letzten Reutlinger Oberbürgermeister namens Kalbfell hielt es 28 Jahre im Amt.)

 

Nachdem die Entscheidung zu kandidieren gefällt ist und mein jetziger Vorgesetzter in Leinfelden-Echterdingen, Oberbürgermeister Roland Klenk (CDU), mir ab Weihnachten Urlaub für den Wahlkampf gewährt, sammle ich ab sofort zwischen Gönningen und Mittelstadt die erforderlichen 150 Unterschriften von Reutlinger Bürgerinnen und Bürgern, die meine Kandidatur befürworten, und bereite zusammen mit etlichen Helferinnen und Helfern – vorwiegend Parteifreunde und Familienangehörige – meine Wahlkampagne organisatorisch vor. Die Wochen bis zu den Wahlgängen am 3. und 24. Februar werden bestimmt kein Spaziergang! Angesichts der offenen Zustimmung, die ich bisher erfahre, bin ich zuversichtlich, die 150 Unterschriften binnen 14 Tagen zusammenzubekommen, um meine vollständigen Bewerbungsunterlagen noch vor Weihnachten Barbara Bosch im Reutlinger Rathaus überreichen zu können, deren hochprofessionelle Amtsführung mich seit 2003 tief beeindruckt. (Immerhin sechs Jahre lang, von 2009 bis 2015, konnte ich mich als gewählter Stadtrat aus nächster Nähe davon überzeugen.)

 

Gegenwärtig suche ich, soweit meine jetzige Tätigkeit als Bürgermeister der Großen Kreisstadt mit Messe und Flughafen es erlaubt, das persönliche Gespräch mit möglichst vielen Reutlingern, in der Kernstadt genauso wie in den Stadtteilen. Selber unter der Achalm geboren und aufgewachsen, weiß ich um die speziellen Befindlichkeiten, um die Sorgen und um die Sehnsüchte dieser aufstrebenden Stadt. Die nächsten Wochen will ich nutzen, um von den Menschen, die hier leben, lernen und arbeiten, aus erster Hand zu erfahren, was ihnen für die weitere Entwicklung Reutlingens und seiner Stadtteile wichtig ist. Für Wünsche, Ideen und Kritik aus der Bevölkerung werde ich ganz Ohr sein und diese Anregungen dann direkt einfließen lassen in mein Programm. In diesem Sinne freue ich mich auf fruchtbare Begegnungen und einen regen Austausch mit ganz vielen wunderbaren Menschen in einer ungemein spannenden Stadt!

 

Dr. Carl-Gustav Kalbfell